Entziehung durch die Behörde
Die Fahrerlaubnisbehörde entzieht Ihnen die Fahrerlaubnis nach § 3 StVG, weil sie Sie für ungeeignet hält — etwa nach einem nicht vorgelegten Gutachten oder wegen Eintragungen im Fahreignungsregister.
Führerscheinentzug, MPU-Anordnung oder Neuerteilung: rechtlich gegen die Fahrerlaubnisbehörde vorgehen.
Gegen die Entziehung der Fahrerlaubnis können Sie innerhalb eines Monats ab Zustellung Widerspruch einlegen oder — je nach Bundesland — direkt Klage erheben. Eine MPU-Anordnung ist nicht selbständig anfechtbar, wird aber im Verfahren gegen die Entziehung voll überprüft. Lassen Sie den Bescheid prüfen: Die Ersteinschätzung durch die Kanzlei Mandati ist kostenlos.
Von der Entziehungsverfügung über die MPU-Anordnung bis zur Neuerteilung nach der Sperrfrist — diese Konstellationen prüfen wir besonders häufig.
Die Fahrerlaubnisbehörde entzieht Ihnen die Fahrerlaubnis nach § 3 StVG, weil sie Sie für ungeeignet hält — etwa nach einem nicht vorgelegten Gutachten oder wegen Eintragungen im Fahreignungsregister.
Nach einer Alkohol- oder Drogenfahrt oder im Neuerteilungsverfahren nach acht Punkten ordnet die Behörde eine medizinisch-psychologische Untersuchung an — oft mit unklarer Fragestellung oder auf falscher Rechtsgrundlage.
Seit der Neuregelung 2024 gilt ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum. Altfälle und Mischkonsum-Konstellationen werden von Behörden häufig nach veralteten Maßstäben bewertet.
Das Strafgericht entzieht die Fahrerlaubnis nach § 69 StGB und verhängt eine Sperrfrist. Dieses Verfahren folgt eigenen Regeln und erfordert andere Angriffswege als der behördliche Entzug.
Nach Ablauf der Sperrfrist erteilt die Behörde die Fahrerlaubnis nicht automatisch neu. Abstinenznachweise, Vorbereitung auf die Begutachtung und vollständige Antragsunterlagen entscheiden über die Dauer des Verfahrens.
Die Behörde ordnet die sofortige Vollziehung an: Sie müssen den Führerschein unverzüglich abgeben, obwohl der Bescheid nicht bestandskräftig ist. Dagegen hilft nur ein Eilantrag beim Verwaltungsgericht.
Im Fahrerlaubnisrecht zählt jeder Tag: Diese Fristen entscheiden darüber, ob sich der Bescheid noch angreifen lässt.
| Konstellation | Frist | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Widerspruch gegen die Entziehungsverfügung der Fahrerlaubnisbehörde | 1 Monat ab Zustellung | § 70 VwGO i. V. m. § 3 StVG |
| Klage, wenn das Widerspruchsverfahren im Bundesland abgeschafft ist | 1 Monat ab Zustellung | § 74 VwGO, § 68 VwGO i. V. m. Landesrecht |
| Eilantrag gegen den angeordneten Sofortvollzug | keine Frist — eilig | § 80 Abs. 5 VwGO |
| Neuerteilung der Fahrerlaubnis nach strafgerichtlicher Entziehung | ab Sperrfristende | § 69a StGB, § 20 FeV |
Beschreiben Sie kurz, worum es geht: Entziehungsbescheid, MPU-Anordnung, Anhörungsschreiben oder geplante Neuerteilung — und den Anlass, etwa Alkohol, Cannabis oder Punkte im Fahreignungsregister.
Laden Sie Entziehungsbescheid, MPU-Anordnung und Anhörungsschreiben hoch, gegebenenfalls auch Strafbefehl oder Urteil. Auch der Auszug aus dem Fahreignungsregister hilft bei der Bewertung Ihres Falls.
Wir prüfen Rechtsgrundlage und Fragestellung der MPU-Anordnung, Fristen, Verhältnismäßigkeit und den Sofortvollzug — und empfehlen Widerspruch, Klage, Eilantrag oder eine Strategie für die Neuerteilung.
Die Begutachtungsanordnung muss die konkrete Norm der Fahrerlaubnis-Verordnung benennen — etwa § 11 FeV, § 13 FeV oder § 14 FeV. Eine falsche oder fehlende Rechtsgrundlage macht die Anordnung rechtswidrig — und bringt regelmäßig die darauf gestützte Entziehung zu Fall.
Die Fragestellung der MPU muss anlassbezogen, verständlich und präzise sein. Wird mehr abgefragt, als der konkrete Anlass rechtfertigt, ist die Anordnung unverhältnismäßig — die Nichtvorlage des Gutachtens darf dann nicht zu Ihren Lasten gewertet werden.
Die behördliche Entziehung nach § 3 StVG und die strafgerichtliche Entziehung nach § 69 StGB sind verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Angriffswegen. Übergeht die Behörde die Abgrenzung zum laufenden oder abgeschlossenen Strafverfahren, ist die Verfügung angreifbar.
Seit der Neuregelung 2024 gilt nach § 24a StVG ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum. Behörden bewerten Altfälle und Mischkonsum-Konstellationen häufig noch nach überholten Maßstäben — solche Bescheide lohnen eine genaue Prüfung.
Die Anordnung der sofortigen Vollziehung verlangt nach § 80 Abs. 3 VwGO eine einzelfallbezogene schriftliche Begründung. Formelhafte Standardsätze genügen häufig nicht — dann kann das Verwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung Ihres Rechtsbehelfs wiederherstellen.
In der Regel haben Sie einen Monat ab Zustellung der Entziehungsverfügung Zeit. Je nach Bundesland ist das Widerspruchsverfahren abgeschafft — dann müssen Sie innerhalb eines Monats direkt Klage beim Verwaltungsgericht erheben. Welcher Rechtsbehelf in Ihrem Fall gilt, steht in der Rechtsbehelfsbelehrung des Bescheids. Ist diese fehlerhaft oder fehlt sie ganz, verlängert sich die Frist auf ein Jahr.
Die Ersteinschätzung durch die Kanzlei Mandati ist kostenlos. Sie schildern Ihren Fall, laden die Unterlagen hoch und erhalten eine erste juristische Bewertung Ihrer Möglichkeiten. Erst wenn Sie uns beauftragen möchten, klären wir alle weiteren Kosten vorab transparent mit Ihnen — Sie entscheiden dann in Ruhe, ob Sie den nächsten Schritt gehen.
Pauschal lässt sich das nicht vorhersagen — es kommt auf den Einzelfall an. Nach unserer Praxiserfahrung im Verwaltungsrecht weisen MPU-Anordnungen und Entziehungsverfügungen jedoch häufig formelle und materielle Fehler auf, etwa eine falsche Rechtsgrundlage oder eine unklare Fragestellung. Solche Fehler können die Entziehung zu Fall bringen. Ob Ihr Bescheid angreifbar ist, prüfen wir in der kostenlosen Ersteinschätzung.
Zunächst prüfen wir Entziehungsbescheid und MPU-Anordnung auf Fehler. Dann legen wir fristgerecht Widerspruch ein oder erheben Klage beim Verwaltungsgericht — je nachdem, was in Ihrem Bundesland vorgesehen ist. Hat die Behörde den Sofortvollzug angeordnet, stellen wir zusätzlich einen Eilantrag, damit Sie möglichst schnell wieder fahren dürfen. Über jeden Schritt stimmen wir uns vorher mit Ihnen ab.
Nein. Die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung ist nicht selbständig anfechtbar. Ihre Rechtmäßigkeit wird aber im Verfahren gegen die Entziehung der Fahrerlaubnis voll überprüft. Ist die Anordnung fehlerhaft — etwa wegen falscher Rechtsgrundlage oder unklarer Fragestellung —, darf die Behörde aus der Nichtvorlage des Gutachtens nicht auf Ihre Ungeeignetheit schließen. Die Entziehung kippt dann regelmäßig.
Die Fahrerlaubnis darf erst nach Ablauf der vom Gericht festgesetzten Sperrfrist neu erteilt werden. Das Verfahren sollte strukturiert vorbereitet werden: Abstinenznachweise, die Vorbereitung auf die Begutachtung und vollständige Antragsunterlagen entscheiden maßgeblich darüber, wie lange die Neuerteilung dauert. Wer zu spät oder mit lückenhaften Unterlagen beantragt, verlängert die Zeit ohne Führerschein unnötig.
Seit der Neuregelung 2024 gilt ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum nach § 24a StVG. Altfälle, die noch nach den früheren, strengeren Maßstäben bewertet wurden, und Konstellationen mit Mischkonsum von Cannabis und Alkohol werden von Behörden häufig fehlerhaft eingeordnet. Gerade hier lohnt eine genaue Prüfung von MPU-Anordnung und Entziehungsbescheid.
Punkte aus Bußgeldverfahren sind häufig der Auslöser für MPU und Entziehung — wer den Bußgeldbescheid rechtzeitig angreift, verhindert oft die Eintragung.
Mehr erfahrenAuch Prüfungsentscheidungen lassen sich rechtlich überprüfen — etwa wenn Bewertungsfehler oder Verfahrensmängel das Ergebnis einer wichtigen Prüfung beeinflusst haben.
Mehr erfahrenUnberechtigte Forderungen aus Abschleppmaßnahmen, Gutachten oder Verfahrenskosten müssen Sie nicht hinnehmen — Inkassoschreiben lassen sich prüfen und abwehren.
Mehr erfahrenDiese Seite wird von der Kanzlei Mandati (Essen) juristisch betreut. Die Inhalte ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall — genau dafür gibt es die kostenlose Ersteinschätzung.
Stand: Juni 2026 · Rechtsgrundlagen: § 3 StVG · § 24a StVG · § 11 FeV
Gegen die Entziehung der Fahrerlaubnis bleibt in der Regel nur 1 Monat ab Zustellung — danach wird der Bescheid bestandskräftig. Je früher wir Entziehungsverfügung und MPU-Anordnung prüfen, desto mehr Angriffspunkte bleiben nutzbar. Die Ersteinschätzung ist kostenlos.